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Tips & Tricks

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Im folgenden finden Sie ein paar Tips und Tricks, die ich basierend auf Workshoperfahrung über die Jahre gesammelt habe. Dabei möchte ich hervorheben, daß ich so manche Workshops auch zusammen mit Kollegen unterrichtet habe und von ihren Erfahrungen profitieren konnte.

Mein Ziel war es, solche Themen aufzugreifen, die sich nicht nur speziell auf ein Programm beziehen - denn dafür gibt es die einschlägigen Email Diskussionslisten - allerdings werden, an angebrachter Stelle, Bezüge zu einzelnen Programmen hergestellt.

 

Die Themen

Tips für das Transkribieren von Daten (unter der Annahme, daß eine geeignete Software verwendet werden soll)

Textsuche, wie kann ich es mir einfacher machen?

Strategien zum Erstellen von hierarchischen Codier-Schemen

Warum Auto Coding, wenn ich ohnehin der Meinung bin, daß die Bedeutungsinhalte zwischen den Zeilen stecken?

Einige Dinge, die man nicht vergessen sollte, wenn man mitten in einer qualitativen Datenanalyse steckt

Memos - zu was sind sie noch gut?

Welches ist das beste Programm zur Analyse von qualitativen Daten?

 

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Tips für das Transkribieren von Daten
(unter der Annahme, daß eine geeignete Software verwendet werden soll)

Es gibt eine ganze Reihe von guten Gründen, die dafür sprechen, sich schon bevor die ersten Daten transkribiert werden auf ein bestimmtes Programm festzulegen. Damit können Sie sich unter Umständen später viel Zeit und Mühe ersparen. Obwohl es für einige Programme, wie z.B. winMAX und Atlas.ti, keine Formatierungsregeln zu beachten gilt, außer das die Daten im ASCII/ANSII Textformat abgespeichert werden müssen, kann man sich durch "falsches" Transkribieren von Daten um die effektive Anwendung einiger Funktionen bringen. Das heißt, macht man sich vorab schon einmal mit einem Programm vertraut und lernt etwas über dessen Funktionen, so können die Daten dementsprechend transkribiert werden um so den größtmöglichen Nutzen aus einem Programm zu ziehen. Da dies in der Praxis nicht immer leicht umzusetzen ist (oder erst bei einem zweiten Projekt), werden im folgenden ein paar allgemein anzuwendende Regeln anhand eines Beispiels erläutert:

Nehmen wir einmal an, daß einer der interviewten Personen Peter heißt. In der Transkription wird der Beginn der Redeabschnitte von Peter einmal mit "Peter" markiert, ein anderes Mal mit "Peter:" oder "P:" oder "P.:", usw. Später, während der Analyse, kommt man auf die Idee, daß es recht nützlich sein könnte alle Redeabschnitte von Peter zu codieren. Hätte man den Beginn der Redeabschnitte immer gleich transkribiert, so könnte man dieser Idee auch sehr einfach und schnell nachgehen. Man ruft die Funktion Textsuche auf, läßt den Computer z.B. nach "Peter:" suchen, erweitert die Suchergebnisse auf Absätze und läßt diese automatisch codieren (möglich in Atlas.ti und Nud*ist). Fertig. Dies erfordert die Einhaltung einer zweiten Regel: Peters Redeabschnitte sollten um diesen Vorgang durchführen zu können nicht in mehrere Absätze unterteilt sein. In Nud*ist ist dies nicht unbedingt zwingend, da es auch möglich die Ergebnisse einer Textsuche auf Teilabschnitte auszuweiten. Diese müssen allerdings entsprechend festgelegt werden und dies macht man am besten auch schon beim Transkribieren.

The Ethnograph bietet Ihnen eine völlig andere Art und Weise um Rede- oder sonstige Abschnitte kenntlich zu machen und zwar über einen hängenden Einzug. Wenn dieses Format direkt beim Transkribieren erstellt wird, ist es ein Einfaches. Muß man seine gesamten Daten aber im Nachhinein umändern, bedeutet dies extra Zeit und Mühe aufzuwenden. Eine andere speziellen Funktion des Ethnographen ist die Verwendung von "Kontextuellen Kommentaren". Diese sollte am besten auch schon während des Transkribierens einfügt werden.

Zunächst folgt noch eine programmspezifische Anmerkung, aus der sich dann aber auch ein allgemeingültiger Rat ableiten läßt: In Nud*ist müssen Sie über die Größe von Texteinheiten entscheiden. Diese Entscheidung sollte am besten auch schon im vorhinein und nicht erst nach der Transkription aller Daten gefällt werden. Falls man sich unsicher ist, kann man ja mit ein oder zwei Dateien ein paar verschiedene Möglichkeiten ausprobieren. Das einlesen und "spielen" mit ein oder zwei schon transkribierter Dateien ist in jedem Fall nie ein Fehler und sehr ratsam, egal mit welchem Programm man arbeitet. Ein Grund dafür ist die unterschiedliche Anzeige von Daten auf dem Bildschirm bedingt durch unterschiedliche Bildschirmgrößen und -auflösungen. Obwohl die meisten Programme den Anwender nicht auf eine bestimmte Zeilenlänge limitieren, ist es ratsam NICHT die gesamte erlaubte Zeilenlänge zu nutzen, besonders nicht wenn man einen kleinen Bildschirm und eine weniger gute Auflösung hat. Während der Analyse wird man neben dem Textfenster noch einige weitere Fenster geöffnet haben. Nimmt der Text sehr viel Bildschirmfläche in Anspruch, so wird man viel Zeit damit verschwenden Fenster hin und her zu schieben um immer noch nicht das zu sehen, was man eigentlich sehen will. Dies hat auch den positiven Nebeneffekt - zumindest bei solchen Programmen, bei denen die kleinste codierbare Einheit eine Zeile ist - kleinere Textabschnitte codieren zu können.

Für weitere Tips zur Transkription von Daten im allgemeinen, siehe Silverman (1998), Analyzing conversation. In: Seale, C. (ed.) Researching Society and Culture.

Beim nächsten Thema geht es um kleine Hilfestellungen bei der Textsuche. Am sinnvollsten ist es, diese Hilfestellungen auch schon mit der Transkription in die zu analysierenden Dateien einzubauen.

 

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Textsuche - wie kann ich es mir einfacher machen?

Die Anwendung des folgenden Tricks ist besonders dann geeignet, wenn Sie sich a) für ein Programm ohne Variablenfunktion entscheiden, oder b) Sie nur ein paar Variablen verwenden wollen und der Aufwand eine Tabelle zu erstellen zu groß ist, oder c) Ihnen das erlernen der Tabellenfunktion zu kompliziert ist, oder d)…….. In jedem Fall könnte es von Nutzen sein, etwas über den folgenden kleinen Trick zu wissen:

Wenn Sie schon vor der Analyse der Daten meinen, daß z.B. demographische Informationen wie Geschlecht, Alter, Familienstand, usw. von Bedeutung sein könnten, können Sie zu Beginn jedes Interviews (bzw. über den Text eines jeden Sprechers in Falle eines Mehr-Personen-Interviews) folgende Information schreiben:

Maria weiblich 20-jährige Single

Dies ist noch nicht ganz optimal, denn in einer Textsuche wird der Computer ALLE Vorkommnisse des Wortes Maria, weiblich, 20-jährige und Single finden, egal ob sich diese auf eine demographische Information beziehen oder ob der Informant Peter über seine Frau, die nun auch zufällig Maria heißt oder über seine Schwester, die immer noch Single ist, spricht. Daher ist die folgende Kennzeichnung für den beabsichtigten Zweck, besser geeignet:

%Maria %weiblich %20-jährige %Single

Auf diese Weise können Sie sich sicher sein, daß alle gefundenen Vorkommnisse von %Maria usw. sich auf die eingefügte demographische Information beziehen, da diese Folge von Zeichen in einem Text für gewöhnlich nicht vorkommt. Die Treffer können dann auf das gesamte Dokument (oder im Falle von mehreren Sprechern auf Absätze oder Abschnitte) ausgeweitet und automatisch mit einem entsprechenden Codewort kodiert werden.

Es sollte hinzugefügt werden, daß der oben beschriebene Vorgang nicht in allen Programmen ausgeführt werden kann und das bestimmte Programme für die Miteinbeziehung von diese Art von Information andere Funktionen zur Verfügung stellen. Das angeführte Beispiel zeigt aber einmal mehr, wie wichtig es sein kann, sich schon vor der eigentlichen Datenanalyse mit einem Programm vertraut zu machen und dies am besten auch schon bevor die Daten transkribiert sind.

 

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Strategien zum Erstellen von hierarchischen Codier-Schemen

Wenn man hierarchische Codier-Schemen denkt, kommt wahrscheinlich unvermittelt der Gedanke an Nud*ist auf. Aber es kann auch in anderen Programmen mit hierarchischen Codier-Schemen gearbeitet werden. In winMAX kann man sein Codier-Schema mit Hilfe eines seitlichen Baums organisieren, in der neuen Version des Ethnographen wird dies ebenfalls der Fall sein. In Atlas.ti kann man die Objekte eines Projektes im Prinzip strukturieren wie man will, dies schließt aber natürlich auch nicht die Organisation in ein hierarchisches Schema aus.

Den einfachsten bzw. der am leichtesten zu erinnernde Rat ist: Höre auf mit der Erstellung des Codier-Schemas, lehne dich zurück und denke nach, wenn du beginnst Dinge zu wiederholen. Dies läßt sich am besten auch wieder anhand eines Beispiels veranschaulichen:

Sie haben Daten über drei verschiedene Ereignisse, E1, E2 und E3. Ihre Interviewpartner sprechen über ihre Ängste, die sie während dieser drei Ereignisse verspürt haben. Man mag versucht sein, dies wie folgt zu codieren: Ängste/E1, Ängste/E2 und Ängste/E3. Dies ist allerdings nicht notwendig, da man diese Arbeit dem Computer überlassen kann. Sie brauchen nur alle Textpassagen die zu den Ereignissen E1, E2 und E3 gehören codieren und unabhängig davon die Textabschnitte, in denen die Probanden über ihre Ängste reden. Alle Textpassagen in denen Probanden über Ängste sprechen, die zu spezifischen Ereignissen gehören, können über die Suchmaschine gefunden werden. Dazu wählen Sie einen Operator, der Überschneidungen von Codeworten finden (z.B. Intersect - Nud*ist, winMAX; B innerhalb von A - Atlas.ti, winMAX; A UND B small picture view - Ethnograph) und innerhalb kürzester Zeit haben Sie einen Überblick über alle Vorkommnisse in den Probanden über Ängste nur im Zusammenhang mit dem ersten Ereignis, dem zweiten oder dem dritten Ergebnis sprechen. Falls das Programm Ihnen die Option bietet, können diese Suchergebnisse in Form eines neuen Knotenpunktes, eines Codewortes oder eines Supercodes gespeichert und weiter verwendet werden. Daher gilt - verschwenden Sie keine Zeit mit solchen Dingen, die der Computer viel schneller und effektiver für Sie erledigen kann!

Als eine allgemeine Regel könnte man vielleicht festhalten, daß man bei Aufbau eines hierarchischen Codier-Schemas in Form separater Kategorie denken sollte. Vermischen Sie also keine Äpfel mit Birnen und versuchen Sie während des Codierens noch keine Beziehungen zwischen den einzelnen Codeworten herzustellen. Behalten Sie sich dies für ein späteres Stadium des Analyseprozesses vor, wenn Sie beginnen mit Hilfe der Suchmaschine Fragen an das Codier-Schema bzw. Index-System zu stellen.

 

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Warum Auto Coding, wenn ich eh der Meinung bin, daß die Bedeutungsinhalte zwischen den Zeilen stecken?

  1. Auch wenn es so ist, daß der Bedeutungsinhalt oft zwischen den Zeilen steckt - oft kommen in Daten strukturelle Informationsinhalte vor, wie z. B. Fragenummern, demographische Informationen und Sprecherwechsel, die mit Hilfe einer Auto Coding Funktion zweckmäßig und schnell codiert werden können.
  2. Auch wenn die interviewten Personen ein ganz bestimmtes Konzept, an dem man interessiert ist, nicht direkt ansprechen, so wird man durch intensives Lesen der Texte gewahr, daß eine Anzahl von anderen Wörtern verwendet wird, die auf dieses Konzept hindeuten. Hier bietet sich dann eine Textsuche nach Mustern, bzw. Kategorien an. Sie ermöglicht einem den schnellen Zugang auf die entsprechenden Textpassagen. Es läßt sich dann immer noch entscheiden, ob die Textpassage selbst oder der Bedeutungsinhalt, der zwischen den Zeilen dieser Textpassage steht, aussagekräftig ist und codiert werden soll oder eben nicht.
  3. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit der Textsuche (inklusive ihrer erweiterten Funktionen) ist, sie zum schnellen Einstieg in den Analyseprozeß einzusetzen. Man kann sich bei der Textsuche zuerst auf solche Worte und Wortmuster konzentrieren, die einem aufgrund der Fragestellung und Kenntnis der Interviews direkt in den Sinn kommen. Mit Hilfe der Textsuchfunktion, können die entsprechenden Textpassagen "nah herangeholt" und inspiziert werden. Von diesen Punkten aus wird man unweigerlich nach unten und oben und nach rechts und links schauen und beginnen andere Dinge zu bemerken und so die Kreise der Analyse erweitern. Textsuche und Auto Coding können auf diese Art und Weise den "Sprung ins kalte Wasser" (oh je, wo beginne ich jetzt nun mit meiner Analyse) erleichtern.

 

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Einige Dinge, die man nicht vergessen sollte, wenn man mitten in einer qualitativen Datenanalyse steckt

Vergessen Sie nie, daß der Computer nur eine Maschine ist, daß er nicht die zündenden Ideen für die Analyse liefern wird und daß er Sie sogar unter Umständen daran hindern wird, mit Ihrer Analyse weiter zu kommen. Daher sollte man ab und zu daran denken, den Computer einfach auszuschalten. Nehmen Sie einen Ausdruck Ihrer Daten oder der verschiedenen Print-Outputs mit an einen ruhigen Ort und lesen Sie diese durch. Oder gehen Sie ein wenig spazieren und ruhen Ihren Geist für eine Weile aus - wahrscheinlich werden Sie dann Ihre beste Ideen bekommen.

John Dickison erinnerte uns neulich auf der Qual-rs Email Diskussionsliste: "I think it was Don D'Elio in WHITE NOISE who rued the passage of an foregone tradition: the scholarly walk. Before the weapon of productivity was leveled at the temple of creativity, scholars could take long walks around the campus, conferring, contemplating, hypothesizing. Maybe you need to shut off the computer and stash the 3 X 5 cards and just sit and think for a while. That should be, after all, the best tool in a scholar's kitbag."

Erinnern Sie sich von Zeit zu Zeit an die Volksweisheit: Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Codeworte sind manchmal wie Bäume. Sie verschleiern den Blick auf das Gesamtbild, darauf wie alles zusammenpassen könnte. Wenn Ihr Kopf schwirrt von Codeworten, Beziehungen zwischen Codeworten und Codewortkombinationen für Suchvorgänge, dann ist das ein sicheres Zeichen Ihrem Computer mal ein wenig Pause zu gönnen……..

Der zweiter wichtiger Punkt ist die Tatsache, daß Suchvorgänge nur so gut sein können, wie die Codier-Schemen, die ihnen zugrunde liegen. Wenn Sie ein negatives Ergebnis erhalten, dann heißt dies entweder, daß die Kombination von Codeworten, nach denen Sie gesucht haben, wirklich nicht in ihren Daten vorhanden und Ihr Argument entweder bestätigt oder widerlegt ist - oder daß das Ergebnis auf nachlässiges Codieren zurückzuführen ist. D.h., die gesuchte Kombination ist eigentlich im Text vorhanden, aber Sie können sie nicht finden, weil der Text nicht entsprechend codiert wurde. Mit anderen Worten, auch in der qualitativen Analyse gibt es so etwas wie alpha und beta Fehler. Allerdings gibt es dafür keine statistischen Maße zur Rückendeckung. Daher gilt: Gute Ergebnisse erfordern gutes und gründliches Codieren.

 

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Memos, zu was sind sie noch gut?

Es ist wahrscheinlich nichts Neues, wenn ich Ihnen erzähle, daß Memos dazu da sind Ideen und Gedanken während des Analyseprozesses aufzuschreiben. Das definieren von Memotypen mag Ihnen vielleicht auch ein Begriff sein, unabhängig davon ob Ihnen ein Programm diese Option explizit oder nur implizit durch die Vergabe von entsprechenden Codeworten anbietet.

Memotypen helfen u.a. Gedanken zu organisieren und vereinfachen das spätere Schreiben von Berichten. Unter einem Memotyp könnten Sie z.B. alle noch halbgaren Ideen festhalten, unter einem anderen alle Fragestellungen, die sie in den nächsten Tagen bearbeiten möchten. In anderen Memos könnten alle analytischen Gedankengänge aufgeschrieben werden, die dann später in den Forschungsbericht eingebaut werden. Die Datums- und Zeitangaben, die Memos hinzugefügt werden, bzw. hinzugefügt werden können, ermöglichen das Zurückverfolgen der analytischen Gedankengänge. So kann der Analyseprozeß veranschaulicht und für andere nachvollziehbar gestaltet werden.

Ein Memo kann auch in folgender Situation hilfreich sein: Sie befinden sich gerade mittendrin in der Arbeit und vergessen die Zeit völlig. Plötzlich steht ein Kollege oder eine Kollegin in der Tür und erinnert Sie daran, daß es halb eins und Mittagsessenszeit ist. Damit Sie nach dem Mittagessen nicht vergessen haben, woran Sie gerade gearbeitet haben, könnten Sie in dieser Situation ein Memo aufrufen und sich eine kurze Notiz an sich selbst machen. Diese Notiz kann nicht so leicht verloren gehen und ermöglicht Ihnen einen zügigen Einstieg in Ihre Arbeit für den Nachmittag.

Memos können auch dazu verwendet werden Notizen zwischen Kollegen, die an einen Teamprojekt arbeiten, auszutauschen. Sie könnten z. B. Memos für Ihre Kollegen schreiben, die direkt mit der Datenanalyse zu tun haben, über das, was Sie am Vortag gemacht haben oder was er als nächstes machen könnte, etc. Gleichzeitig könnten Sie Ihren Kollegen daran erinnern, doch endlich das ausgeliehene Buch zum nächsten Gruppentreffen mitzubringen, Ihnen ein Stück Kuchen aus der Cafeteria mitzubringen, Ihm oder Ihr alles Gute zum Geburtstag zu wünschen, und so weiter und so fort. Dies setzt voraus, daß ein bestimmtes System für Memos eingeführt wurde und zwar das die "Informationsaustauschmemos" einen entsprechenden Titel bzw. Titel und Ort haben. Letzteres bedeutet, daß solche Memos entweder mit einem vorher festgelegten Knotenpunkt des Index-Systems oder mit anderen Objekt verknüpft werden sollten. Memos müssen also nicht immer nur ernsthaft, im engeren Sinne, sein.

 

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Welches ist das beste Programm zur Analyse von qualitativen Daten?

Diese Frage kann man so - wenn auch schon einige Leser gespannt auf die Anwort gewartet haben - nicht stehenlassen. Eher sollte man fragen: Was ist das beste Programm für meine Bedürfnisse, meinen Geschmack, meine Vorlieben, Kenntnisse und meinen Geldbeutel?

Jedes Forschungsprojekt stellt unterschiedliche Ansprüche und diese Ansprüche sollten mit den Funktionen, die die verschiedenen Programme anbieten, verglichen werden. Kann das Programm das, was für die geplante Analyse notwendig ist? Falls zwei oder drei Programme die gewünschten Funktionen haben, wäre die nächste Frage: Welches Programm paßt am besten zu meiner Arbeitsweise?

Was sollte man tun, wenn ein Programm eine Anzahl von Merkmalen hat, die erwünscht sind, aber es ist nicht so ganz klar ist, wie Aufgaben x und y mit dem Programm zu bewältigen sind? Dazu sei angemerkt, daß viele Funktionen, auch wenn sie nicht direkt vorhanden sind, in fast jedem Programm angenähert werden können. D.h. es gibt oft kleine Umwege, über die man das gewünschte Ziel erreichen kann. Die Frage, die sich dann stellt ist, ob ich mit damit leben kann und wie wichtig mir diese Funktionen sind. Es besteht natürlich keine Möglichkeit innerhalb eines Programmes einen Ersatz für z. B. eine nicht vorhandene graphische Schnittstelle zu finden. Falls mir dies wünschenswert erscheint, muß ich mir entweder das entsprechende Programm kaufen oder mich mit Papier und Bleistift bewaffnen und Verbindungen zwischen Codeworten - anstatt im Programm selbst - auf dem Papier erstellen. Manchmal mag dies, z. B. aufgrund von finanziellen Überlegungen oder fehlenden technischen Voraussetzungen, die beste Lösung sein.

Ein anderes wichtiges Kriterium ist es ein Gefühl für ein Programm zu bekommen. Herr oder Frau Müller mag Ihnen raten ein bestimmtes Programm nicht zu wählen, weil sie Funktionen x, y und z als umständlich ansehen und diese nicht ihrer üblichen Arbeitsweise entsprechen. Ungeachtet des Rates probieren Sie das Programm aber trotzdem aus und sind ganz überrascht, wie gut Ihnen die Funktionen x, y und z gefallen und wie gut Sie ihnen "reinlaufen". Aus diesem Grund ist es von Vorteil, wenn Sie sich vor der Entscheidung für ein Programm die Demoversion herunterladen und mit ihr ein bißchen spielen um zu sehen, wie gut oder wie schlecht Sie sich innerhalb des Programmes bewegen können, wie intuitiv Sie den Aufbau und die Vorgehensweise finden, etc. Man könnte den Entscheidungsprozeß (außer des natürlich viel geringerem finanziellen Risikos) mit dem Kauf eines Autos vergleichen. Bevor man ein Auto kauft, wird man es sehr wahrscheinlich erst einmal Probefahren. Aufgrund dieser Erfahrung - des Fahrgefühls, der Beschleunigung, der Manövrierfähigkeit, etc. - fällt es einem dann schon viel leichter eine endgültige Entscheidung zu treffen. Auf ein spezielles Programm übertragen: Gefällt Ihnen die Art und Weise des Codierens? Ist die Suchmaschine kraftvoll genug? Mögen Sie die Art und Weise, wie Ergebnisse präsentiert werden? Sind Sie fasziniert von den vielen Optionen, die Sie haben oder finden Sie diese eher verwirrend? Ist das Programm zu einfach oder zu komplex für Ihren Geschmack? Hat es all die Extras, die Sie wünschen? Daher - am besten ist, wenn Sie all diese Fragen anhand der Demo Versionen einfach mal austesten.

Die Frage der Plattform: Für einige Anwender kann die Wahl recht einfach sein. Falls Sie mit einem Macintosh Computer arbeiten, haben Sie die Wahl zwischen zwei Programmen: HyperResearch und Nud*ist. (Es gibt noch ein paar weitere, sie sind allerdings weniger präsent oder werden nicht mehr weiterentwickelt.) Sie haben allerdings auch die Option, sich eine Konvertierungssoftware wie z.B. SoftWindows zu kaufen um PC Programme auf Macintosh Computern laufen zu lassen. Jetzt wird die Wahl schon wieder schwieriger….

Weitere ausschließenden Kriterien können die gestellten Anforderungen an das Computersystems ein. Neuere Versionen erfordern oftmals, daß Sie Windows 95 oder NT auf Ihrem Rechner installiert haben. Die Kombination von Programmen mit hohen Systemanforderungen und langsamen Rechnern sollte man grundsätzlich vermeiden (oder sich ein paar RAM mehr kaufen), denn es macht keinen Spaß minutenlang auf irgendwelche Ergebnisse einer Suchoperation zu warten.

Finanzielle Bedingungen, Lernzeit und Computerkenntnisse können die Entscheidung gegen oder für ein bestimmtes Programm ebenfalls beeinflussen. Computerneulinge werden es schwerer haben als andere sich in Programmen mit vielen Funktionen zurecht zu finden. Sie sind wahrscheinlich, zumindest für den Anfang, erst einmal mit einem weniger umfassenden Programm zufrieden.

Manchmal ist es auch eine gute Idee zu sehen, welches Programm benachbarte Lehrstühle und Institute benutzen. Es mag vielleicht nicht das beste Programm für Ihr jetziges Projekt sein, aber die Unterstützung und Hilfestellung, die Sie evtl. von Kollegen erhalten können, könnte es wert sein, das Programm zu kaufen, welches die Kollegen nebenan benutzen.

Insgesamt betrachtet bedeutet dies, daß es keine direkte Anwort auf die Frage nach dem besten Programm gibt. Den Rat, den man geben kann ist: Informationen Sie sich über die Programmfunktionen, stellen Sie diese den Anforderungen des Projekts gegenüber, probieren Sie verschiedene Demo Versionen aus, ziehen Sie die Systemanforderungen und eigene Fähigkeiten ins Kalkül, fragen Sie andere und dann folgen Sie entweder der rationalen Vernunft oder dem intuitiven Gefühl.

Die folgenden Punkte auf der Seite "Einführung in die Software" können Ihnen zusätzlich bei der Entscheidung behilflich sein: Auf welche Merkmale und Funktionen sollte man achten bevor man sich für ein Programm entscheidet? Noch ein paar Fragen, die man sich stellen sollte, bevor man sich für ein bestimmtes Programm entscheidet. Was sollte ein gutes Programm für Eigenschaften besitzen?.

HINWEIS: Die Beschreibungen der Programme geben ausschliesslich meine persönlichen Erfahrungen mit den Programmen wieder und dürfen keinesfalls als objektive Darstellung missverstanden werden.


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